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Vergleich voll- und teilhydratisierte Schaummittel

Viele moderne Löschfahrzeuge sind heute mit hocheffizienten, aber auch sensiblen elektronischen Zumischsystemen ausgestattet. Diese Systeme verlassen sich darauf, dass das Schaummittelkonzentrat exakt die physikalischen Parameter aufweist, die bei der Systemprüfung definiert wurden. Jede unvorhergesehene Erhöhung der Viskosität erhöht den Fließwiderstand und kann im Ernstfall zum Systemausfall führen.

 

Wenn teilhydratisierte (Semi-Hydrated) Schaummittelkonzentrate mit (Luft-)Feuchtigkeit in Kontakt kommen, setzt dies einen schleichenden physikalisch-chemischen Prozess in Gang. Dieser verändert das Fließverhalten (die Viskosität) des Konzentrats oft drastisch. 

Bei Werk- und Berufsfeuerwehren oder in Industrieanlagen passiert dies meist unbemerkt über Monate oder Jahre hinweg – beispielsweise durch nicht ganz luftdicht verschlossene Domdeckel an Fahrzeugtanks, über die Belüftungsstutzen von Lagertanks oder beim unvollständigen Umfüllen.

Sobald aber der Originalbehälter geöffnet ist und das Schaummittel dickflüssig geworden ist, führt es zum totalen Versagen der Zumischtechnik und der Einsatz kann in der Form nicht stattfinden. Eine Extremsituation die sich niemand wünscht.

Teilhydratisierte Schaummittel besitzen per Definition Molekülketten (insbesondere Tenside und Polymere/Verdickungsmittel), die nicht vollständig mit Wassermolekülen abgesättigt sind. Sie haben freie, chemisch hochaktive Bindungsstellen.

Der Effekt: Gelangt Luftfeuchtigkeit in den Tank, wirkt das Konzentrat extrem hygroskopisch – es zieht das Wasser aus der Luft regelrecht an und bindet es an der Oberfläche.

Dadurch wird das Schaummittel kontinuierlich dickflüssiger und ist nicht mehr zumischbar.

Das Zumischsystem schaltet wegen unzureichender oder schwankender Dosierung auf Störung. Es wird kein oder qualitativ unbrauchbarer Schaum erzeugt – der Löschangriff scheitert.

Kennen Sie das reale Fließverhalten Ihres Konzentrats nach Jahren der Lagerung?

  • Hydrated vs. Semi-Hydrated: Unsichtbare Unterschiede mit fatalen Folgen im Ernstfall.

  • Viskositätsgarantie: Warum moderne Zumischsysteme konstante Eigenschaften verlangen.

Vergleich voll- und teilhydratisierte Schaummittel

Wenn sich das Fließverhalten verändert, versagt die Technik

Ein Schaummittelkonzentrat lagert oft jahrelang in Fahrzeugtanks oder Stationäranlagen. Doch unbemerkt verändern viele herkömmliche Schaummittelkonzentrate im Laufe der Zeit ihr Fließverhalten. 


Die Folge: Moderne, präzise Zumischsysteme können das zähflüssigere Konzentrat nicht
mehr exakt dosieren. Im schlimmsten Fall bricht der Schaumstrahl zusammen – genau
dann, wenn es darauf ankommt.

Kriterium
Vollhydratisierte Schaummittel
Teilhydratisierte Schaummittel
Molekulare Struktur
Die Tensid- und Polymerketten sind vollständig und stabil an Wassermoleküle gebunden.
Die chemischen Ketten sind nur teilweise hydratisiert; freie Bindungsstellen verbleiben im Konzentrat.
Fließverhalten
Konstant & berechenbar: Weist ein stabiles, Newtonsches oder leicht strukturviskoses Verhalten auf.
Variabel: Neigt unter Scherbeanspruchung oder Temperaturschwankungen zu starker Veränderung der Viskosität.
Lagerstabilität
Exzellent: Keine Neigung zur Separation, Entmischung oder Austrocknung im Tank.
Eingeschränkt: Erhöhtes Risiko von Phasentrennung, Schlammbildung oder Verkrustung bei langer Lagerung.
Zumisch-Präzision
Maximal zuverlässig: Konstantes Fließverhalten garantiert, dass Zumischsysteme (z.B. CAFS) exakt dosieren
Risikobehaftet: Eindickungen können Pumpen blockieren oder zu falschen Zumischraten (über-/Unterdosierung) führen.
Systemkompatibilität
Optimal für moderne, elektronisch geregelte Zumischanlagen und CAFS-Systeme.
Kann bei engen Toleranzen in modernen Zahnradpumpen zu Fehlermeldungen (z.B. Durchflussfehler) führen.

Hydratisiert vs. teilhydratisiert: Der chemische Unterschied

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Vollhydratisiertes Schaummittel

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Teilhydratisiertes Schaummittel

Auf den ersten Blick identisch, im Verhalten grundverschieden:

  • Teilhydratisierte Schaummittel: Aufgrund ihrer chemischen Instabilität neigen teilhydratisierte Schaummittel bei Kontakt mit Feuchtigkeit zu unvorhersehbaren Änderungen im Fließverhalten, was moderne Zumischsysteme im Ernstfall blockieren und die kritische Einsatzbereitschaft gefährdet.

  • Vollhydratisierte Schaummittel: Dank ihrer thermodynamisch stabilen Zusammensetzung behalten hydratisierte Schaummittel ihr optimales Fließverhalten über Jahre unverändert bei und garantieren so eine präzise Zumischung sowie absolute Einsatzsicherheit im entscheidenden Moment.

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Sicherheit ist kein Zufall, sondern Systemtechnik.

One Seven entwickelt Schaummittel nicht als isoliertes Produkt, sondern als integralen Bestandteil eines perfekt abgestimmten Gesamtsystems. Wenn Schaummittel und Zumischtechnik (CAFS) Hand in Hand arbeiten, garantieren wir maximale Zuverlässigkeit, überlegene Löschleistung und reproduzierbare Schaumqualität – von Tag 1 bis Jahr 25.

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